Mexiko-Themenabend im Projekthaus Potsdam

Neoliberalismus und der Kampf um Ressourcen in Mexiko

18.00 Uhr: mexikan. Vokü, Infostände, Lagerfeuer und Musik
19.00 Uhr: Vortrag

im Projekthaus Babelsberg

Rudolf-Breitscheid-Straße 146
14482 Potsdam

Referent_innen:

Felix Speidel:
Ist Politologe und Geograph und arbeitet seit mehreren Jahren ehrenamtlich für CAREA e.V. 2005 war er als Menschenrechtsbeobachter in Chiapas und zwischen 2011 und 2012 arbeitete er ein Jahr lang für die Organisation EDUCA A.C.
im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, welche sich u.a. für eine
Aufarbeitung staatlicher Verbrechen und mehr Demokratie von
Unten einsetzt und indigene sowie kleinbäuerliche, soziale Bewegungen bei der Verteidigung ihrer natürlichen Ressourcen und Territorien unterstützt.
Nationale politische und ökonomische Eliten sowie internationale
Investoren sind in vielen Regionen des Landes an einer Privatisierung und Umnutzung von Land und anderen natürlichen Ressourcen interessiert, was oft einer Enteignung der ohnehin stark marginalisierten ländlichen Bevölkerung gleichkommt und unmittelbar deren wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte verletzt. Lokale ökologische und dabei oft indigene soziale Bewegungen, die ihre Territorien gegen die kapitalistische Inwertsetzung verteidigen, werden oftmals kriminalisiert und sind insgesamt starker Repression
und Gewalt ausgesetzt. Dies wird das Thema Felix`s Vortrag im
Projekthaus sein.

Ronja und Micha:
Sind vom Cafe Libertad und werden über die aktuelle Situation sowie ihre kollektive Arbeit zur Unterstützung der zapatistischen Bewegung in Mexiko berichten.
Am 1.1.1994 haben sich die Zapatistas, großteils Indigene aus dem Süden Mexikos, zum ersten Mal lautstark erhoben, um sich gegen das Freihandelsabkommen NAFTA, ihre Unterdrückung und Diskriminierung zu wehren.
Die zapatistische Bewegung stellt den einzigartig großangelegten Versuch dar, sich Lebensweisen, das eigene Land und Handel(n) –nicht-kapitalistisch und im emanzipatorischen Sinne (wieder-) anzueignen. Zum Beispiel durch Cooperativ-Betriebe, gemeinschaftlich verteiltes Land, das Erfüllen von „Cargos“ – den unentgeltlichen Gemeindearbeiten. Auch die Frauen streben neue Rollen an, Partizipieren zunehmend und haben die „Revolutionären
Frauengesetze“ durchgesetzt.

http://www.projekthaus-potsdam.de/

 

 

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